Trekdinner United XI (2016)

Trekdinner United XI im Filmpark Babelsberg

von Ruth Mengering

Das diesjährige Trekdinner United führte uns erstmals in den Osten von Deutschland, in das malerische Potsdam.

Einige reisten schon einen Tag früher an, sodass am Freitagabend eine kleine Gruppe zusammenkam zum Pre-TDU-Event. Dies fand in Berlin statt und startete mit einem sehr guten mexikanischen Essen. Das Wetter war noch in den Abendstunden warm und klar. Nachdem alle satt waren und man bei der ein oder anderen ersten Berliner-Weissen und anderen Getränken den Abend gelungen eingeleitet hatte, machten wir uns auf den Weg zum Brandenburger Tor.

Einem kleinen Abstecher ins Sony-Center konnten wir nicht widerstehen, da es genau neben der S-Bahn-Haltestelle lag. Aber nach wenigen Minuten ging es schon weiter auf unserem Weg. An unserem Ziel angekommen, präsentierte sich das Brandenburger Tor im schönsten Licht und gab ein gutes Motiv für einiges Fotos. Da auch viele andere die gleiche Idee hatten wie wir, war es gar nicht so einfach ein gelungenes Foto zu bekommen, ich will gar nicht wissen wie es dann dort am Tag zugeht. Aber was wäre das Leben ohne Herausforderungen. Wo wir gerade von Herausforderungen sprechen, die gab es auch schon auf dem Weg. Den ausgefallenen Aufzügen in der S-Bahn sei dank. Aber mit Teamwork wurde auch diese Aufgabe gemeistert und alle Teilnehmer schafften es wieder an die Oberfläche. Nach ausgedehntem Gruppen- und Einzelfotoshooting trennten sich an diesem Abend unsere Wege und jeder ging in sein Hotel zurück. Einige Teilnehmer reisten sogar erst spät in der Nacht an – zum Glück ging es nicht ganz so früh los und es blieb genug Zeit etwas zu schlafen.

Am Samstag ging es dann endlich offiziell los. Das erste Ziel für den Tag war der Filmpark Babelsberg. Ein Ziel so weit im Norden lockte auch viele neue Gesichter an. Wir waren insgesamt 52 Personen von den Trekdinnern Bonn, Stuttgart, SBH, Potsdam, Berlin, Hannover, Mittelhessen, Mainz und der Galactic Alliance aus der Schweiz.

Nachdem Michael die Teilnehmer erfasst hatte und mit tatkräftiger Unterstützung das Geld einsammelte, besorgte er für alle Karten und Parkpläne und hielt eine kurze Ansprache zur Begrüssung. Natürlich durfte das traditionelle Gruppenfoto von allen nicht fehlen, dann aber ging es in kleinen Gruppen durch den Park.

Einige stürzten sich sofort in die gefährliche Janosch-Panama-Rundfahrt, allen voran Thorsten und Sabine. Aber nach meiner Information hat die jeder unbeschadet überstanden. Es gab auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie dem Sandmännchen, der Tigerente, Godzilla, Fuchur und vielen mehr. Die Tiershow war die erste Show für diesen Tag, bei dem uns gezeigt wurde wie und worauf Tiere für den Film trainiert werden. Wir blieben dabei vom Moderator nicht unentdeckt und Volker vom Trekdinner Berlin durfte sich sogar in einem Mimikwettstreit mit einem Hund messen. Der Border Collie hatte trotz starker Konkurrenz am Ende die Nase vorn.

Das Wetter war sonnig und wirklich perfekt für so einen Tag. Neben dem Set von GZSZ konnte man mit der geführten Tour das alte Set von George Clooneys „The Monuments Men“ oder die fast fertigen Bauten der anstehenden Jim Knopf Realverfilmung begehen. Dabei war beeindruckend zu sehen, welche Tricks angewendet werden. Zum Beispiel sah man von weitem mehrere gestapelte schwere Bilderrahmen, doch nach näherer Betrachtung stellten sich diese als ein bemalter Styroporblock heraus. Für Filmfans gab es also einiges zu sehen oder neu kennen zu lernen. Ein Highlight war sicher die Stuntshow, die in einem Vulkan spielte. Die Show war angelehnt an den Film Mad Max und bot vor allem viel Feuer, Motorräder und Stunts aus schwindelerregender Höhe. Selbst im Publikum konnte man einige Male die Hitze sehr deutlich spüren. Auch hier leitete der Moderator durch die Show und man konnte sogar am Ende von zwei Darstellern Autogramme ergattern. War schon ein bisschen Confeeling.

Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich das 4D-Kino, dass einen in einer Fahrt in einer Rikscha über die Chinesische Mauer ordentlich durchschüttelte. Auch Geisterjäger kamen im 5D-Erlebnis „Dome of Babelsberg“ auf ihre Kosten. Bei dieser Attraktion war man mit einer 3D-Brille und einer Laserpistole bewaffnet und saß auf einem sich bewegenden Sessel. Die Aufgabe bestand darin, so viele Geister wie möglich zu erwischen die auf einem Piratenschiff ihr Unwesen trieben. Am Ende gab es sogar ein Ranking für alle Spieler im Saal. Hätte sich auch ein zweites oder drittes Mal gelohnt.

In der Show „Die 3 Musketiere“, konnte man einen Teil des Sets des gleichnamigen Filmes von 2011 sehen. Die Show an sich hatte leider ihre Schwächen, dennoch war es interessant das mal zu sehen.

Der liebevoll gestaltete Park ist zwar überschaubar, dennoch war es zusammen mit den Shows mehr als tagesausfüllend. Alles konnte man nicht sehen, aber es war ein schönes Erlebnis. Am Ende versammelten sich nochmal alle für das Abschlussbild, bevor es zum zweiten und letzten Punkt für diesen Tag ging.

Der Restaurant „Piazza Toscana“ lag noch einen guten Fußmarsch entfernt. Während Michael sich um die laufenden Teilnehmer kümmerte, fuhr Becky vor, um sich im Restaurant um die ersten Ankommenden hier noch frisch dazu stoßenden zu kümmern. Die Atmosphäre war einladend und das Personal kümmerte sich sehr gut um uns. Auch der Umstand, dass wir mit viel mehr Leuten aufkreuzten als angemeldet, brachte niemanden dort aus der Ruhe. Das Essen war qualitativ hochwertig und sehr gut. Dort konnten wir den Abend bei guter Stimmung wirklich schön ausklingen lassen. Eine sehr gute Wahl der Orga.

Die Kellnerin hatte ordentlich mit uns zu tun, und doch blieb die sympathische Italienerin am späteren Abend bis zum Schluss freundlich und hilfsbereit. Je dunkler es wurde, desto gemütlicher wurde die Stimmung durch die vielen Kerzen, was wiederum gute Motive für einige Bilder gab. Die meisten blieben noch lange bei dem ein oder anderen Getränk sitzen und unterhielten sich, diskutierten oder lachten zusammen. Bei gutem Wein (oder Wasser^^) und guter Gesellschaft kann man ja auch nichts anderes als einen schönen Abend haben. Alles in allem war es ein gelungenes TDU. Nur für die wenigstens ging es an diesem Abend bereits wieder nach Hause. Viele blieben bis zum Sonntag und sahen sich noch Potsdam oder Berlin weiter an.

Im nächsten Jahr geht es wieder in einen Freizeitpark. Das TDU 2017 führt uns nach Leipzig, in das relativ neue aber hochgelobte „Belantis“. Mal sehen, was uns beim nächsten Mal erwartet.

Hoffentlich sehen wir uns dort!